Haustüren gibt es in sehr vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien. Sie werden erstens immer danach ausgesucht, wie es optisch am Besten zum Haus passt und auch dem persönlichen Geschmack entspricht. Auch das Material wird im Allgemeinen danach ausgesucht. Die Kosten spielen bei der Entscheidung auch eine wesentliche Rolle.
In den vergangenen Jahren wurden immer mehr Kunststofftüren eingebaut, da diese nicht nur schön, sondern auch pflegeleicht sind. Aber wie steht es mit der Sicherheit? Sind Kunststofftüren genau so sicher wie Türen aus anderen Materialien? Die Antwort ist, dass sie genau so sicher oder unsicher sind wie alle anderen Haustüren. Allerdings haben im Gießverfahren hergestellte Kunststofftüren einen leichten Vorteil, denn sie bieten schon vom Material her einen guten Einbruchschutz. Aber sehr große Sicherheit hängt von viel mehr Aspekten ab als nur vom Material. Welche das sind und auf was zu achten ist, kann man nachfolgend erfahren.
Erst einmal sollten wir uns damit befassen, was zu den Sicherheitsmerkmalen der gesamten Haustür gehört und genau so eine wichtige Rolle spielt wie das Material, vielleicht sogar noch eine wichtigere.
Ganz wichtig ist, dass die Haustür sehr gut in die Türöffnung eingebaut und fest verankert wird. Dann sind auch die Beschläge und Schlösser sehr wichtig. Es sollten Sicherheitsbeschläge und Sicherheitsschlösser verwendet werden und somit die Haustür mit einer Mehrfachverriegelung versehen sein. Auch die Art der Tür, ob sie massiv ist oder mit Glaseinsätzen ausgestattet ist spielt eine Rolle. Für alle Haustürbauteile (Beschläge, Verglasung, Türfüllung und Materialart) gibt es eine Einteilung anhand ihrer Sicherheitsmerkmale in Widerstandsklassen.
Was sind Widerstandsklassen? Das ist eine Einteilung nach einer europäischen DIN Norm über Einbruchshemmung. Es gibt Widerstandsklassen (kurz WK) von WK 1 bis WK 6, wobei im normalen privaten häuslichen Bereich nur die WK 1 bis WK 4 in Frage kommen. Die Einteilung erfolgt anhand von den Tätertypen (wie der Einbruch vorgenommen wird, mit welchen Hilfsmitteln) und den eingebauten (auch nach DIN vorgeschriebenen) Sicherheitsbeschlägen, Schließzylindern und Verglasung. Bei der WK 1 ist kein Prüfzertifikat notwendig, bei allen anderen aber schon. Die Empfehlung für einen guten Einbruchschutz sind Türen in den Klassen von WK 2 bis WK 4.
Auch Alarmanlagen oder Kamera-Überwachung sollte vielleicht in Erwägung gezogen werden. Besonders wenn man in einsamen Gegenden wohnt. Denn auch das erhöht den Schutz vom Haus. Man kann wirklich sagen, dass die Sicherheit des Hauses, auch besonders mit dem Fokus auf die Haustür wesentlich weniger mit dem Material als mit dem Komplett-Paket Haustür und eben den anderen Maßnahmen, die der Sicherheit dienen zu tun hat.
Abschließend kann man sagen, das absolut nichts dagegen spricht eine Kunststofftür zu wählen, denn die Sicherheit ist genauso hoch wie bei jeder anderen Tür und zudem ist sie halt leichter zu reinigen und sieht meist auch noch schöner aus.