Einbruchsschutz

von Markus am 11. Dezember 2008

Mit der Öffnung der Grenzen ist die Zahl der Einbruchsdiebstähle gestiegen. Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun sondern ist traurige Wahrheit. Sieht man sich die wirtschaftliche Lage in den östlichen Europastaaten an, kann man diese Tatsache auch in gewisser Weise nachvollziehen. Die Chancen am Arbeitsmarkt sind dort bei geringer Ausbildung noch schlechter als bei uns. Das Lohnniveau ist auch niedriger als im westlichem Europa. Zudem ist das Verbrechen schon immer eine der wenigen Möglichkeiten gewesen das vielbesagte „schnelle Geld“ zu machen. Der Einbruch ist eine vergleichsweise bequeme Art sein niedriges Gehalt aufzubessern oder sich eine dauerhafte Einnahmequelle zu sichern.

In Österreich kommt es jährlich zu ca. 14.000 Einbrüchen. 6.500 davon sind allein in Wien zu verzeichnen. Diese Zahlen sind zugegebenermaßen schockierend. Werden sie aber auf die gesamten Haushalte im Bundesgebiet hochgerechnet steht Österreich ganz gut da. Diese statistischen Zahlenspielereien werden aber den Einbruchsopfern nicht helfen. Der Eingriff in die Privatsphäre ist dramatisch. Das Sicherheitsgefühl ist am Boden. Der Schaden durch die gestohlenen Dinge und der, meist nicht unbeträchtliche, Sachschaden kommt noch dazu.

Ehrlicherweise muss aber auch gesagt werden, dass oft die Sorglosigkeit vieler Österreicher äußerst einladend auf die ungebetenen Gäste wirkt. Die typische Mentalität der Österreicher, „es wird schon nix passieren“, kommt den Tätern zugute. Viele der Wohnhäuser und Wohnungen werden manchmal wie auf dem Silbertablett präsentiert. Außerdem besteht bei einem Großteil der Bevölkerung ein extremer Nachholbedarf in Sachen Einbruchsprävention und Sicherheitstechnik. Die, teilweise, naive Einstellung zu der Thematik ist aber die Ursache, dass man meist Einbruchsopfer werden muss, um sich damit richtig auseinander zu setzen.

Nicht abgesperrte Türen, gekippte Fenster und veraltete Schlösser sind nur ein kleines Beispiel für die Sorglosigkeit vieler Haus- oder Wohnungsbesitzer. Man muss sich vor Augen halten, dass der normale Einbrecher in der Regel keine großangelegte Planung vor dem Einbruch durchführt. Er informiert sich lediglich kurz über die Anfahrts- und Abfahrtswege. Wenn überhaupt informiert der Täter sich nur vage über das Einbruchsobjekt. Dann versucht er, mehr oder weniger spontan, sein Glück. Wenn es ihm gelingt in kürzester Zeit einzubrechen ist sein Plan aufgegangen. Gelingt ihm das nicht, lässt er einfach von seinem Vorhaben ab und versucht es bei einem anderen Objekt.

Dieser Vorgangsweise bedienen sich, wie schon gesagt, der 08/15-Einbrecher. Profis suchen sich ihr Tatobjekt genau aus und sind auch in der Planung und Vorbereitung weitaus penibler.

Viele Firmen sind bereits diversen technischen Sicherheitstechniken ausgestattet. Entweder sind oft größere Bargeldbestände oder eine Vielzahl von wertvollen Elektrogeräten in den Unternehmen. Viele der Selbständigen und die meisten Großfirmen haben deshalb ihr Eigentum gesichert. Das spricht sich natürlich in den Täterkreisen herum. Amateure weichen deshalb immer öfter auf ungesicherte Wohnhäuser oder Wohnungen aus. Die Beute ist dabei meist nicht so hoch. Gleichzeitig sinkt für den Einbrecher aber auch das Risiko geschnappt zu werden drastisch, wenn keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind.

Außerdem ist nicht zu unterschätzen welche Summen an Bargeld, wie viel Schmuck und wie viele wertvolle Elektrogeräte in den Wohnungen und Häusern herumliegt. Die Bevölkerung ist diesbezüglich zu sensibilisieren. Die Polizei bietet mit ihrem kriminalpolizeilichen Beratungsdienst in jedem Bundesland eine umfassende Information zu jeder Sparte von strafbaren Handlungen.

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Steffen 1. Mai 2010 um 18:06

Alles korrekt was Sie schreiben, aber ich vermute das ganze wird erst richtig losgehen, sobald googlestreetview in allen städten erhältlich ist.

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