Autodiebe vermehrt unterwegs!

von Markus am 16. Dezember 2008

Wie nicht anders zu erwarten ist auch die Zahl der PKW-Diebstähle im Jahr 2008 gestiegen. Knapp 3.000 Autodiebstähle passieren in Österreich im Jahr. Die Hälfte davon passiert in Wien. Wir sprechen hier nicht vom Diebstahl von alten Rostlauben. Es geht meist um neuwertige und äußerst teure Wagen. Besonders beliebt bei den Dieben sind deutsche Fabrikate wie Audi, Mercedes Benz, VW und BMW. Weniger attraktiv dürften die asiatischen und amerikanischen Marken sein. Auch andere europäische Marken sind nicht so begehrt wie die Autos unserer deutschen Nachbarn.

Trotz ausgefeilter Sicherheitstechnik, wie sie heutzutage in jedem Neuwagen installiert ist, können solche Diebstähle nicht zu 100% verhindert werden. Es gibt immer Mittel und Wege eine Alarmanlage oder eine Wegfahrsperre zu überwinden. Außerdem müssen die Täter oft nur abwarten. Viele der Autobesitzer gehen äußerst sorglos mit ihrem Eigentum um. Die PKW’s werden nicht abgesperrt oder der Fahrzeugschlüssel bleibt im Zündschloss. Nicht selten beobachtet man Fahrzeuglenker, die schnell in die Bäckerei oder die Trafik gehen und dabei den Motor des Fahrzeugs laufen lassen. Dabei bleibt das Auto unbeaufsichtigt. Der hohe Wert der Fahrzeuge wird oftmals unterschätzt. Man muss sich aber vor Augen halten, dass ein neuer Audi oder Mercedes nicht nur wertschätzende sondern auch äußerst neidische Blicke auf sich zieht.

Bei Diebstählen von hochwertigen Fahrzeugen kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei den Tätern um Profis handelt. Laut Auskunft des Bundeskriminalamtes (BKA) handelt es sich oftmals um sehr gut organisierte Ostbanden. Diese Diebe schlagen keine Scheiben mehr ein und schließen den Wagen dann einfach kurz. Die heutige Sicherheitstechnik zwingt die Täter zu technisch aufwendigeren Mitteln. Die Funksignale der Zentralverriegelung können auf kurze Distanz abgefangen werden. Die Täter sind weiters darauf spezialisiert die Wegfahrsperren der verschiedenen Fabrikate zu umgehen. Diesbezüglich haben sie auch das Know-How und die technische Ausrüstung. So ausgestattet ist es relativ einfach ein Fahrzeug mit Alarmanlage und Wegfahrsperre zu knacken. Sollte die Sicherheitstechnik aber wirklich nicht überwindbar sein greifen die Täter auch auf subtilere Mittel zurück.

Schon oft wurden Einbrüche begangen, nur um an die Autoschlüssel des Wagens in der Garage zu gelangen. Taschendiebstähle in Geschäften können als Ziel den Originalschlüssel des Wagens auf dem Parkplatz haben. Es ist auch schon vorgekommen, dass Personen wegen ihrer Autos überfallen worden sind. Für den Täter ist die Erlangung des Originalschlüssels der Idealfall. Er muss keine Alarmanlage oder Wegfahrsperre mehr überwinden.

Viele Fahrzeuge sind mit GPS-Sender ausgerüstet. Selbst wenn der Diebstahl sofort bemerkt wird, was in den seltensten Fällen vorkommt, könnte es möglich sein den Weg des Fahrzeugs zu verfolgen. Auch hier haben sich die kreativen Täter etwas ausgedacht. Die Lösung hierfür ist Tiefgaragen. Unter der Erde hat man keine Verbindung zum Satelliten. Das heißt auch er ist nicht nachverfolgbar. Das Auto wird einige Tage in der Tiefgarage mit unauffälligen Kennzeichen abgestellt. Wird nicht mehr so intensiv danach gesucht wird der Wagen ins Ausland gebracht.

Man darf nicht vergessen, dass es sich bei den Diebstählen teurer Autos fast ausschließlich um Auftragsarbeit handelt. Das heißt für das gestohlene Fahrzeug gibt es bereits einen Abnehmer. Es muss nur mehr geliefert wird.

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DanielBauer 5. Januar 2010 um 17:02

Das Ausmass der organisierten Kriminalität und ihr Vorgehen beim Diebstahl hochwertigster Wagen ist echt erschreckend. Ist das Auto erst einmal gestohlen, im schliimmsten Falls, sogar nahe der Grenze nach Ungarn, Tschechien oder Polen ist er meistens futsch. In vielen Fällen sitzen die Auftraggeber nämlich in Russland, Weissrussland oder der Ukraine. Da kann man von der EU aus nicht mehr viel machen… Da hilft wohl nur besser aufpassen und den Wagen immer sorgfältig abschließen. Und zu Hause am besten immer in die Garage stellen und den Autoschlüssel sicher verwahren. Auch wenns etwas unpraktisch ist, den Schlüssel nicht sofort griffbereit zu haben… VG Daniel

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